Ringer-Elo
Jeder Ringer hat eine Zahl. Sie zeigt, wie stark jemand gerade ringt, und sie verändert sich mit jedem Kampf. Hier erfährst du in ein paar Minuten, wie sie entsteht und was sie aussagt.
Im Schach zeigt die Elo-Zahl seit über 50 Jahren, wer wie stark ist. Der Ringer-Elo funktioniert gleich, ist aber auf das Ringen abgestimmt und aus allen Kämpfen der drei Ligen seit 2001 gerechnet.
Zieh am Regler. Je grösser der Unterschied, desto klarer der Favorit. Sicher ist ein Sieg aber nie.
Von 100 solchen Kämpfen gewinnt A etwa 64.
A mit 1700 ringt gegen B mit 1600, beide mit vielen Kämpfen. A ist Favorit mit 64 % Siegchance. Wähle, wie der Kampf ausgeht:
Erwartet: Der Favorit gewinnt, die Zahlen bewegen sich wenig.
Ringen ist nicht Schach. Ein paar Anpassungen machen die Zahl genauer. Jede haben wir an den Daten geprüft.
Wer in der Premium League debütiert, startet bei 1750, in der Challenge League bei 1450, in der Promotion League bei 1150. So stimmt die Zahl schon nach wenigen Kämpfen ungefähr.
In den ersten Kämpfen bewegt sich die Zahl stark, danach immer ruhiger. Nach rund 80 Kämpfen ändert sie sich pro Kampf im Schnitt nur noch um etwa 15 Punkte.
Technische Überlegenheit zählt doppelt, ein Schultersieg etwas mehr als ein Punktsieg, ein knapper Punktsieg mit höchstens 2 Punkten Vorsprung etwas weniger. Aufgabe und Disqualifikation zählen wie ein Punktsieg.
Heimringer gewinnen etwas häufiger als Gäste. Die Prognosen rechnen dafür 15 Punkte dazu, die Zahl selbst bleibt davon unberührt.
Zu Beginn jeder Saison rückt die Zahl ein Stück Richtung Durchschnitt der eigenen Liga. Wer eine ganze Saison aussetzt, rückt noch etwas mehr, denn nach einer langen Pause kehrt kaum jemand auf dem alten Niveau zurück.
Viele ringen beide Stilarten, aber nicht gleich gut. Für die Prognosen merkt sich das System, wo jemand stärker ist. Angezeigt wird trotzdem eine einzige Zahl.
Kampflose Siege zählen nicht, denn ohne Kampf sagt ein Sieg nichts über die Stärke. Frauen ringen in den leichten Klassen gegen Männer, alle haben ihre Zahl im selben System.
Eingestellt haben wir das System an den Saisons 2008 bis 2017. Getestet haben wir es an über 10'000 Kämpfen von 2018 bis 2026, die es vorher nicht kannte, immer mit der Prognose vor dem Kampf.
Am Anfang bewegt sich die Zahl stark. Wer stark beginnt, steigt deshalb schnell. Mit jedem weiteren Kampf zeigt sich, ob das Niveau hält.
Das passiert beim ersten Kampf einer neuen Saison: Vorher rückt die Zahl ein Stück zum Durchschnitt der Liga (die Sommerpause). Der Sieg selbst bringt immer Punkte.
In der Rangliste steht, wer mindestens 15 Kämpfe hat und aktiv ist, also 5 Kämpfe in dieser und der letzten Saison. Gezeigt werden die besten 50 je Ansicht. Deine Zahl findest du jederzeit in deinem Profil.
Nein, die Zahl ändert sich nur durch eigene Kämpfe. Erst beim Comeback rückt sie für jede ausgelassene Saison etwas zum Liga-Durchschnitt.
Ja. Je stärker der Gegner, desto kleiner deine Siegchance und desto mehr Punkte bringt der Sieg. Gegen einen viel schwächeren Gegner gibt ein Sieg nur wenige Punkte, eine Niederlage kostet viele.